BAD DÜRRHEIM
- Der Reck-Weltmeister von Varna 1974 war
der Einladung von Bürgermeisterkandidat Markus
Kissendorfer gefolgt und sprach in der Oskar-Grießhaber
Turnhalle. Wenn es das olympische Feuer 2012 bis nach
Stuttgart schaffen würde, hätte dies auch
weitreichend positive Konsequenzen für den Schwarzwald.
Auch die Kurstadt könnte sich mit richtiger Positionierung
einiges vom Sporttourismuskuchen abschneiden, ist sich
der Politiker und ehemalige Turnweltmeister sicher.
Elementar ist für ihn deshalb die Unterstützung
seitens der Kommune für den Sport und das nicht
nur auf touristischem Gebiet.
Auch Kissendorfer betonte die Notwendigkeit, Sport auf
allen Ebene, zu fördern und gerade der Jugend und
den zahlreichen Sportvereinen durch geeignete Einrichtungen
eine optimale Ausübung ihrer Passion zu gewährleisten.
Bei sportlichen Großveranstaltungen sieht der
Kandidat noch enormen Handlungsbedarf. Zusammen mit
Kurdirektor Steinbach will er sich mit Handel, Gastronomie,
Einzelhandel und Kurbetrieben mit der Frage auseinandersetzen,
wie solche Events zukünftig profitabler gestaltet
werden können. "Das Produkt, über das
wir reden, ist noch nicht vollständig da".
Um den aktiven Touristen in die Stadt zu bekommen und
ihn auch als treuen Gast halten zu können, braucht
es laut Kissendorfer ein größeres Angebot
an für diese Zielgruppe ausgerichtete Unterbringungsmöglichkeiten.
Gleiches gelte für den Handel und auch für
das Minara, welches durch seine Ausrichtung als Allzweckbad
den Anforderungen von Sportlern nur bedingt gerecht
werden könne.
Sollte es aber nicht gelingen, mit Radveranstaltungen
und ähnlichem die "Herzen der Bürger
zu erreichen", müsse man sich auch über
Alternativen Gedanken machen. Kissendorfer indes scheint
seine Hausaufgaben zumindest in sportlicher Hinsicht
gemacht zu haben. Zusammen mit Michael Steinbach und
dem Sportverletzten Ginger ging es an die Reckstange,
um auch plastisch zu verdeutlichen, wo er die Zukunft
der Solestadt sieht.
|