Kandidat steht fest – Markus Kissendorfer bewirbt Zweiter Kandidat steht fest – Markus Kissendorfer bewirbt sich um den Bürgermeistersessel VON FRANZ-JOSEF H, ANDORF |
| BAD DÜRRHEIM Mit
Markus Kissendorfer hat sich gestern der zweite Kandidat
für die Bürgermeisterwahl Ende März zu
Wort gemeldet. Er ist 28 Jahre alt, Mitgeschäftsführer
einer Oberndürfer Beratungsfirma für Führungskräfte und seit zehn Jahren Mitglied der CDU. Kissendorfer wohnt seit November in Schwenningen, nachdem er für amerikanische und Schweizer Technologieunternehmen im Ausland tätig war. Nach der mittleren Reife in Villingen erlangte er 1994 am Wirtschaftsgymnasium in Villingen die allgemeine Hochschulreife; bis 1999 folgte ein Studium an der Fachhochschule für Technik in Esslingen. Die Diplomarbeit schloss er in Cambridge in den USA ab. Wieder in die Heimat zurückgekehrt, beschäftigt er sich intensiv mit den Geschehnissen und der Kommunalpolitik in der Region. Er selbst beschreibt sich als ein "sehr starker Familienmensch", nicht zuletzt entstammt er der bekannten Unternehmerfamilie Görlacher (Autohaus Südstern); mit Ehefrau Yvonne, geborene Spycher aus Bad Dürrheim, verbindet ihn die Liebe zur Kurstadt. Yvonne Kissendorfer ist Konrektorin der Haslachschule in Villingen. Obwohl er den Christdemokraten angehört, sieht er sich nicht als Parteisoldaten, sondern unterscheide sehr wohl zwischen der Bundespolitik und dem Bürgermeisterposten. "Das ist Politik an der Basis", die er gerne aktiv mitgestalten wolle. Bei seinen Überlegungen, sich um den Posten des Bad Dürrheimer Stadt- Oberhauptes zu bewerben, habe ihn zum einen die Größe als auch die Struktur der Kurstadt fasziniert. Bürgermeister Gerhard Hagmann hinterlasse "eine grundsolide Verwaltung", folglich benötige die Solestadt"keinen Verwalter für die Verwaltung." Die allgemeine Wirtschaftslage stelle jedoch eine enorme Herausforderung dar. Ein Blick auf die angespannten Finanzen verrate klar, es gehe darum, bisherige Errungenschaften zu erhalten, damit die "Perle zwischen Schwarzwald und Baar" nicht verschimmere. Ohne schon jetzt konkrete Projekte zu benennen, räumt er dem Ausbau des Tourismus sowie den Bereichen Handel, Gewerbe und Landwirtschaft oberste Priorität ein. "Alles, was Tourismus und Handel angeht, muss Chefsache sein", stellte er heraus. Dazu zähle der gezielte Aufbau der bereits ausgewiesenen Gewerbegebiete. Vor "schwerwiegenden Entscheidungen" sieht er die Gesamtstadt ebenso bezüglich der Teilorte. Einerseits sei die Eigenständigkeit der Orte "ein super Vorteil", andererseits müsse die Gemeinsamkeit klar herausgestellt werden. Den aktiven Vereinen wie der Feuerwehr räumt er einen hohen Stellenwert ein. Er selbst schätzt die Fasnacht sehr: "Das hat für mich etwas mit Tradition zu tun." Daneben treibt er Sport: Joggen, Fahrrad sowie Ski fahren, Handball, Badminton und Landschaften erwandern. Markus Kissendorfer will sich ab sofort in Bürgergesprächen vor Ort bekannt machen und mit allen relevanten Gruppen Gespräche führen. Mit Blick auf weitere Kandidaten wird er seine Wahlkampfstrategie erst in zwei Wochen festlegen. |


