Bürgermeisterwahl am 30.3.2003
Frauenfrühstück

Bad Dürrheim Rund 60 Damen waren am Dienstag der Einladung des Bürgermeisterkandidaten Markus Kissendorfer zu einem Frauenfrühstück ins Café Röder gefolgt. Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung nahm Kissendorfer zunächst zu verschiedenen Sachthemen Stellung, wobei die Bereiche „Kinder Jugendliche Familie“ sowie das Miteinander der Generationen und der Erhalt des Minara-Bades den Schwerpunkt bildeten.
Kissendorfer machte deutlich, das es für ihn darauf ankomme, die auf gutem Niveau befindlichen Rahmenbedingungen für Senioren zu sichern und Ähnliches auch für Familien, Kinder und Jugendliche zukunftsfähig fortzuschreiben. Aus vielen Gesprächen sei ihm bekannt, dass die Vereine eine hervorragende Jugendarbeit leisten und die bestehenden Jugendgruppen, wie beispielsweise die Landjugend, Hervorragendes zu Wege brächten. Allerdings wünschten sie sich auch in manchen Situationen mehr Unterstützung durch die städtische Jugendarbeit, welche seines Erachtens noch besser koordiniert werden müsse. Schließlich sei bekannt, dass die Bad Dürrheimer Jugendlichen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Für die Jugendlichen bis 18 Jahre biete das Jugendhaus eine Fülle von Möglichkeiten und für die über 18 Jährigen wäre etwa ein Bistro mit Musik und Unterhaltung denkbar.
Eine Lücke sieht Kissendorfer in der Betreuung der ganz jungen Erdenbürger bis zum Alter von drei Jahren. Hier müsse der gesellschaftlichen Entwicklung und dem Wunsch zur Betreuung stärker Rechnung getragen werden. Vor allem in der Kernstadt bestehe ein solcher Bedarf, stellte er fest und erklärte sich im Falle seiner Wahl bereit, mit den unterschiedlichen Kindergartenträgern nach bedarfsgerechten, flexiblen Lösungen suchen. Für die Drei bis Sechsjährigen werde in der Gesamtstadt ohnehin eine gute Arbeit geleistet. In der nachfolgenden Diskussion wurde vor allem der Fachärztemangel und die innerstädtische Verkehrsanbindung angesprochen. Das Hauptinteresse galt jedoch dem Erhalt des Minara. „Mir ist natürlich bekannt, dass auch ich das Bad nicht in die Gewinnzone bringen kann, aber wenigstens werde ich versuchen, das Defizit so gering wie möglich zu halten“, betonte der Gastgeber. Danach schlossen sich an den Tischen noch viele Einzelgespräche an und Markus Kissendorfer kündigte an, im Falle seiner Wahl zum Bad Dürrheimer Bürgermeister regelmäßig derartige Frauengespräche durchführen zu wollen. (jok)

 
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