| Oberbaldingen
„Es gilt, auf dem Erreichten aufzubauen
und Bad Dürrheim als Perle zwischen Schwarzwald
und Baar wieder zum glänzen zu bringen“.
So lautete die Botschaft von Bürgermeisterkandidat
Markus Kissendorfer am Montag im Gasthaus „Hirschen“
an die rund 30 interessierten Zuhörer. Nachdem
sich auch seine Frau Yvonne in einem kurzen Statement
persönlich vorgestellt hatte, erläuterte er
zunächst seine Pläne und Vorstellungen von
einer aktiven und bürgernahen Kommunalpolitik,
die sich nach seinem Dafürhalten an der besonderen
Struktur der Kur- und Bäderstadt zu orientieren
habe.
Wie schon bei anderen Gelegenheiten, so machte er auch
hier noch einmal deutlich, dass ihm im Falle seiner
Wahl die Fortsetzung der von Bürgermeister Gerhard
Hagmann und dessen Amtsvorgänger Otto Weißenberger
praktizierte Politik im Bereich der Stadtentwicklung
mit ihren Teilorten und der Verwaltung besonders am
Herzen liege. Stillstand für Oberbaldingen und
Bad Dürrheim wäre gleich zu setzen mit Rückschritt,
deshalb gelte es, alle Ressourcen zu mobilisieren, um
dies zu verhindern. In vielen qualifizierten Einzelgesprächen
mit Bürgerinitiativen, Firmen, Landwirten, Vereinen,
Ortsvorstehern, Klinikbetreibern, Hoteliers, Schulen,
Kirchen und Verwaltungsangestellten habe er sich bereits
ein Bild von der jeweiligen Situation vor Ort machen
können und nun gehe es darum, gemeinsame Ziele
zu verfolgen. Denn, so seine Devise, starke Teilorte
seien starke Partner und Garanten für ein gemeinsames
Bad Dürrheim unter Wahrung eigener Traditionen
und Identitäten. Daraus resultiere auch sein uneingeschränktes
Ja zur unechten Teilortswahl, betonte Kissendorfer und
sprach sich zugleich für ein generationsübergreifendes
Miteinander aus. Dazu gehöre auch eine familiengerechte
Grundstückspolitik und eine in die Zukunft gerichtete
pro-aktive Jugendarbeit sowie die Schaffung von Arbeits-
und Ausbildungsplätzen möglichst direkt vor
Ort, einschließlich einer bedarfsgerechten Kinderbetreuung.
Der Kandidat kam dann auf die Stadtentwicklung zu sprechen
und hob dabei die guten Einkaufsmöglichkeiten in
Oberbaldingen hervor, für deren Erhalt und weiteren
Ausbau er sich einsetzen werde. Ein ebenso wichtiges
Thema sei für ihn eine sensible Flächennutzung
im Rahmen des MELAP-Programms und eine speziell auf
Bad Dürrheim zugeschnittene Wirtschaftsförderung
in Koordination mit der Kur- und Bäder GmbH, dem
Einzelhandel und den mittelständischen Betrieben.
Dabei gelte es den Bestand zu sichern, neue Gästestrukturen
in ein touristisches Gesamtkonzept einzubinden und das
ehrenamtliche Engagement der Bürger in den Vereinen
nach Kräften zu unterstützen, betonte Kissendorfer
und machte zugleich den Weg frei für eine angeregte
Diskussion, in der die zuvor angesprochenen Punkte noch
einmal ausführlich erörtert wurden. Schwerpunkte
waren unter anderem die Radsportveranstaltung „Riderman“,
die unechte Teilortswahl, das umstrittene Windrad, der
Golfplatz und der Bau einer Sporthalle in Oberbaldingen.
Nachdem von ihm alle Fragen erschöpfend beantwortet
waren, machte Roland Manser dem Kandidaten ein echtes
Kompliment und stellte fest: „Sie sind wirklich
bürgernah und ein Mann zum anfassen“. (jok)
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