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Öfingen Bürgermeisterkandidat Markus
Kissendorfer besuchte am Samstag in Begleitung von Ortsvorsteherin
Astrid Schweizer-Engesser das Feriendorf Öfingen
und ließ sich dort von Geschäftsführer
Rainer Stolz über die Gesamtstrategie dieser idyllisch
gelegenen Einrichtung informieren. Der Statistik zufolge
sind die 132 Ferienhäuser im Durchschnitt zu über
40 Prozent voll belegt. Die meisten Gäste kommen
aus den Postleitgebieten 6 und 7, gefolgt von den Holländern,
die zehn Prozent an der Gesamtbelegung ausmachen. Selbst
wenn alle Häuser vermietet seien, herrsche im Feriendorf
dennoch eine ruhige Atmosphäre, unterstreicht Stolz.
„Diese Ruhe in Verbindung mit einem gepflegten
Ambiente und der herrlichen Landschaft ringsum sind
unser größtes Kapital“, so seine Einschätzung.
Im vergangenen Jahr wurden immerhin 50.000 Übernachtungen
gezählt und in „goldenen Zeiten“ waren
es sogar bis zu 90.000. Ausschlaggebend hierfür
ist seiner Ansicht nach vor allem die reizvolle touristische
Lage zwischen Schwarzwald, Bodensee und der Schweiz.
Leider seien die Angebote geführter Fahrradwanderungen
trotz vorhandener Ganztags-Kinderbetreuung bisher kaum
angenommen worden, bedauert Stolz.
Da zur Gäste-Klientel vor allem junge Familien
mit Kindern gehören, müßten spätestens
im kommenden Jahr neue Geräte für den Spielplatz
angeschafft werden und da hofft der Geschäftsführer
auf die Unterstützung der Stadt Bad Dürrheim.
Was ihm jedoch etwas Sorge bereitet, sind fehlende Gaststätten
am Ort. Einkehrmöglichkeiten in unmittelbarer Nachbarschaft
bestehen derzeit nur im „Panorama“-Café,
im beschränkten Umfang im Gasthaus „Linde“
an der Steigstraße und irgendwann auch wieder
im „Öfinger Landhaus“, für das
aber bislang noch kein neuer Pächter gefunden werden
konnte. Hier sollten dann nach Ansicht von Rainer Stolz
auch Tagungen stattfinden, was zugleich die Auslastung
der Ferienhäuser in Schwachzeiten verbessern würde.
Personell gäbe es da keine Schwierigkeiten, denn
im Feriendorf sind derzeit vier Vollzeit- und 25 Aushilfskräfte
beschäftigt. Nach diesen umfassenden Informationen
stattete Markus Kissendorfer zum Schluß noch dem
ARD-Wetterstudio von Jörg Kachelmann einen kurzen
Besuch ab.
Bereits zuvor hatte sich der Bürgermeisterkandidat
von der Ortsvorsteherin Astrid Schweizer-Engesser über
spezielle Öfinger Probleme unterrichten lassen.
Dabei stand der Erhalt des einzigen Lebensmittelgeschäftes
an erster Stelle, nachdem es am Ort schon keine Bankfilialen
mehr gibt. Gerade dies sei besonders für ältere
Leute bedauerlich, denn immerhin seien von den 730 Öfinger
Einwohnern 120 Personen über 65 Jahre alt. Für
die Jüngsten gibt es im Ort einen eingruppigen
Kindergarten, der bei Bedarf problemlos um eine zweite
Gruppe erweitert werden könnte. Im Gebiet „Haugenrain
II“ sind 16 Bauplätze ausgewiesen, die wegen
ihrer Hanglage recht teuer zu bebauen sind. Deswegen,
so die Ortsvorsteherin, werde der künftige Bürgermeister
alles daran setzen müssen, um neues Baugelände
insbesondere für junge Familien auszuweisen. (jok)
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